Bereits VOR der Entnahme aus der Natur sollte man sich darüber im klaren sein ob dies überhaupt notwenig ist oder nicht.

 

Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein gefundenes Tier krank oder verletzt ist, sollten Sie das Tier zunächst einige Zeit aus sicherer Entfernung beobachten - es sei denn das Tier ist offensichtlich verletzt oder Sie erkennen, dass akute Gefahr im Verzug ist.

Nicht immer braucht ein Tier die Hilfe der Menschen.

Nur verwaiste Jungtiere, verletzte oder kranke Tiere sind wirklich hilfsbedürftig.

 

Allgemeine Hinweise zur Erstversorgung

 

Bevor sie etwas tun: rufen sie uns bitte an!

 

1. Eigensicherheit geht vor:

    Ein verletztes Wildtier ist nicht unbedingt begeistert davon "gesichert" zu

    werden und wird sich unter Umständen kräftig zur Wehr setzen.

    Das bedeutet: seien sie vorsichtig und schützen sie sich vor Bissen usw.

    Auch kleine Wildtiere wie Eichhörnchen sind nicht zu unterschätzen.

    Dies durfte ich am eigenen Leib erfahren: tiefe Bissverletzung Hand durch

    ein erwachsenes Eichhörnchen. Folge: Notaufnahme und amb. OP, 1Woche

    Gipsschiene ;-)

 

2. Sorgen sie IMMER für eine ausbruchsichere Unterbringung während des

    Transportes. Karton eignet sich nicht bei jedem Tier (durchnagen)

    Auch wenn die Tiere vielleicht anfangs ruhig sind, weil sie unter Schock

    stehen oder sich "Tot stellen", kann sich das schnell ändern. Und ein

    Wildtier hat immer, auch verletzt, das Ziel der Flucht. Und dabei sind sie

    sehr ausdauernd und erfinderisch.

    Transportieren sie NIEMALS ein verletzes Wildtier ungesichert im Auto,

    das kann böse enden.

    Beispiel: Dame transportiert als Beifahrerin eine anfangs bewusstlose

    verletzte europäische Wildkatze auf dem Schoss. Diese wird während der

    Fahrt wach, gerät in Panik und springt der Dame ins Gesicht

    Ergebnis: Wildkatze zum TA gebracht, selbst in die Klinik!

 

3. Bieten sie kleineren Wildtieren bei der Unterbringung Versteckmöglichkeit

    (Handtuch, kl. zusätzlicher Karton mit Eingang in der Box ö.ä.) an, das

    beruhigt sie etwas.

 

4. Jungtiere brauchen Wärme (außer Feldhasen, siehe Info). Dazu kann man

    eine Wärmflasche, Körnerkissen, PET Flasche mit Wasser (alles natürlich

    nicht zu heiß) anbieten. Das Tier sollte aber die Möglichkeit haben von der

    Wärmequelle weg zu kommen wenn es ihm zu warm wird.

 

5. Bitte KEINE Flüssigkeit (schon gar keine MILCH)/ Futter anbieten ohne

    Rücksprache mit uns. Auch keine Medikamente geben (z.B. Spot on

    gegen Flöhe/Zecken), da diese tödlich enden können.

 

6. Sollte eine Übergabe an uns nicht direkt möglich sein, bitte das Tier an

    einen ruhigen dunklen Ort, stressfrei bei Zimmertemp. stellen.

 

 

 

Alles weitere besprechen wir mit Ihnen per Telefon :-)

 

Amtsgericht KL   VR 30315

Steuernummer    19/672/27346

Wir fangen zur Zeit wildlebende Katzen in Sembach ein und lassen sie kastrieren. Über Unterstützung bei dieser aufwändigen Aktion würden wir uns sehr freuen. Näheres hier!

Unsere Spendenkonten:

 

Tierhilfe Pfalz e.V

Stadtsparkasse Kaiserslautern

IBAN: DE27 5405 0110 0000 5298 00

BIC: MALADE51KLS

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